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Platzt jetzt die Germ-Spekulationsblase? Hefe-Börsepreis überspringt erstmals 100.000€-Marke

Germ-Produzenten zählen ganz klar zu den wirtschaftlichen Gewinnern seit Ausbruch der Corona-Krise. An den Börsen zeigt sich jedoch eine spekulative Hefeblase, die Experten zufolge bald platzen könnte. Der Preis erreichte heute ein neues Rekordhoch von 100.000€ pro Kilogramm Hefe. Eine Analyse der erwarteten Preisentwicklung.

Hefe als Spekulationsobjekt? Was vor einigen Monaten noch undenkbar war, ist jetzt Realität: Der Hefepreis übersprang mit heutigem Tag an der Frankfurter Agrarbörse erstmals die 100.000€ Marke – für 1 Kilogramm Hefe wohlgemerkt. Zur Info: Der Goldpreis steht derzeit bei ca. der Hälfte des Hefepreises. Es wundert also nicht, dass immer mehr Fondmanager Hefe als relativ sichere Anlage war nehmen und am Weltmarkt massiv Hefe einkaufen. Das treibt den Preis weiter in die Höhe. Doch wie lange noch? Die Finanzwelt ist derzeit gespalten.

Heinz Oberhauser, Anlageexperte der Raiffeisen International zur vermeintlichen Hefe-Spekulationsblase: „Wir sehen das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, ganz im Gegenteil. Wir investieren derzeit verstärkt in Hefe, kaufen zum Großteil bei den Tochterfirmen der Raiffeisen Lagerhäuser ein. Dadurch sind der Besitz und die Lagerung der Hefe in einer Hand. Das macht absolut Sinn, wir erzielen derzeit Renditen von 90% und mehr – pro Monat! Was soll da schiefgehen, wir haben eine rosige Zukunft vor uns und laden auch private Investoren ein, an dieser Entwicklung teilzunehmen.“ Zu diesem Zweck werde man in naher Zukunft Germ-Anlagescheine auflegen, sogenannte „Hefe-Scheine“. Der Ausgabepreis soll 100€ betragen, erwartet wird eine Verzehnfachung des Wertes bis Ende des Jahres.

Die Erste Bank zeigt sich hier etwas skeptischer. Fritz Unterberger, CIO (Chief Investment Officer) der Erste Bank International Invest Holding mit Sitz in Malta, rät zur Vorsicht: „Auch wir haben natürlich in Hefe investiert, sehen hier aber nur mehr geringe Wachstumschancen. 100.000€ pro Kilogramm Hefe sind zwar realistisch und spiegeln den realen Wert des Produktes wider. Doch sehen wir bei 120.000 bis 130.000€ die absolute Obergrenze.“ Unterberger empfiehlt daher, bereits die Augen offenzuhalten, um die kommenden Trends auf den Finanzmärkten antizipieren zu können. „Wir gehen derzeit massiv in den Markt für Toilettenpapier. Hier sehen wir einen nachhaltigen und langfristigen Mega-Trend. Die Nachfrage steigt – Corona sei Dank! – weiter an, und solange die Menschen Angst haben, werden sie Toilettenpapier horten. Und das ist gut für uns Toilettenpapierinvestoren.“ Auch die Erste Bank plant in diesem Zusammenhang Anlagemöglichkeiten für private Investoren. So soll ein Toilettenpapier-Fonds aufgelegt werden („Toilet Paper Premium Cozy 100“), wo private Anleger ab einer relativ geringen Einstiegssumme von 750.000€ bereits investieren können. Der Start ist für Ende Mai 2020 geplant.

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