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Keine fixen Arbeitszeiten mehr möglich: Wegen Home Office bereits 4.500 Einbrecher beim AMS gemeldet

Während die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und die Gesellschaft in Österreich noch nicht absehbar sind, so steht eines fest: Die Coronakrise trifft die Wirtschaft massiv. Auch Branchen, die zuvor als krisensicher galten, bangen jetzt um ihre finanzielle Zukunft. So auch die Branche Einbruch/Diebstahl.

„Früher konnten wir uns auf fixe Arbeitszeiten verlassen!“ beklagt sich Arthur S., ein Dieb und Einbrecher der alten Schule. „Wenn wir vor einem Monat um 10:30Uhr in den Wohnungen vorbeigeschaut haben, so konnten wir in aller Ruhe unserer Arbeit nachgehen. Das ist von heute auf morgen nicht mehr möglich!“. Und das drückt auf die Umsätze. Drei bis 4 Wohnungen pro Monat müsse man im Durchschnitt ausräumen, um eine vierköpfige Familie mit allen Nebenkosten (Miete, Schule, Lebensmittel, Internet, etc.) zu versorgen. „Aber das ist derzeit einfach nicht möglich. Überall sitzen die Familien mit ihren Kindern, Home Schooling und Home Office sind einfach Gift für unseren Berufsstand“.

So wie Athur S. beklagen viele seiner Branche, dass sie vom Hilfspaket der Regierung zumindest in der derzeitigen Form nicht profitieren. „Auf uns kleine Gauner wird wieder einmal vergessen. 2008 wurden die Banken gerettet, jetzt springt man der Gastronomie und dem Tourismus sofort zur Seite. Aber wir bleiben auf der Strecke!“. Was eine Lösung wäre? „Unbedingt eine Lockerung der Ausgangssperren, zumindest für 1-2 Stunden pro Tag. Fixe Ausgangszeiten würde uns die Arbeit extrem erleichtern“.

Das Problem sei darüber hinaus, dass die Diebe und Einbrecher derzeit, wie so viele Selbstständigen und Einmannbetrieben, keine standesgemäße Vertretung haben. Die WKO sieht den Ball bei der Regierung: „Klar wir sehen das Problem auch, und arbeiten intensiv an einer Lösung“ so Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer. „Als Übergangslösung geben wir einen Online-Ratgeber raus, um Diebe und Einbrecher in prekärer finanzieller Situation zu unterstützen. Dabei geht es vor allem um Infos, welche Häuser und Wohnungen und derzeit trotz Coronakrise leer sind. Eine Online-Datenbank der Wohnadressen aller Ärzte, Supermarktkassiererinnen, Krankenpfleger und Polizistinnen hilft den Einbrechern, ihre Umsätze in Krisenzeiten wieder hochzufahren.“ Datenschutzrechtlich sei das zwar „nicht supersauber, aber in schweren Zeiten muss man auch mal ein Datenschutzauge zudrücken!“ so Mahrer abschließend.

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