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„Müssen alle Gürtel enger schnallen“: WKO-Chef Mahrer stellt Opernball-Loge auf AirBnB

Das Coronavirus hat enorme wirtschaftliche Auswirkungen. Auch Überperformer wie Harald Mahrer spüren die finanziellen Einbußen. Kreativität ist gefragt, um in den nächsten Wochen die Fixkosten decken zu können.

Harald Mahrer ist vielbeschäftigt und erfolgreich: Präsident des Wirtschaftsbundes, Präsident der Wirtschaftskammer, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Sporthilfe, Obmann der SVA, Präsident des WIFO sowie Präsident der OeNB. Und dennoch: Das Coronavirus zwingt auch ihn, den Gürtel enger zu schnallen. „Ja schauen Sie, es ist auch für mich nicht leicht, mein Leben so weiterzuführen wie bisher. Stellen sie sich vor: Noch Ende Februar habe ich einen Urlaub gebucht, 14 Tage Malediven im August, und jetzt stellt sich heraus, das wird nicht möglich sein. Katastrophe! Und gerade vergangenes Wochenende hab ich meinen Oldtimer aus der Wintergarage geholt, ab ihn geputzt, gestartet, und für den ersten Frühlingsausflug hergerichtet. Und jetzt ist Ausgangssperre. Zweite Katastrophe!“.

Die Fixkosten bleiben, das Einkommen sinkt, wie also damit umgehen? Die Österreicherinnen und Österreicher allgemein, Herr Mahrer im speziellen werden kreativ. So wurde Herr Mahrer bereits aktiv, und hat die erste schwerwiegende Entscheidung getroffen: Die Opernball-Loge wird über AirBnB vermietet. „Schauen Sie, natürlich fällt mir das nicht leicht, ich und meine Frau haben sich schon daran gewöhnt, Freunde, Bekannte und Geschäftsleute regelmäßig in die Loge einladen zu können. Aber mein Gott, schwere Zeiten verlangen auch Opfer, und so hab ich beschlossen, zunächst einmal für die nächsten zwei Monate die Loge über AirBnB weiterzuvermieten. Der Preis für einen Abend beträgt 50.000€, also wirklich günstig, und so hätte ich dann zumindest kurzfristig die Miete für meine Wochenendresidenz in Tel Aviv herinnen.“ Mahrer hofft vor allem auf Anfragen der Mittelklasse, denn „zum einen ist der Preis wirklich sehr niedrig, ich verdiene praktisch nix mehr daran, und zum anderen sehe ich es als eine Spende für jene, die normalerweise diese Loge nicht nützen können – win win sozusagen!“

Charity-Vorreiter, eine weitere Rolle, die Mahrer gerne annimmt. „Ich denke, damit kann ich auch für viele andere Österreicherinnen und Österreicher ein gutes Beispiel sein. Bitte, seid kreativ und vor allem übt euch im Verzicht, so wie ich! Denkt darüber nach, was ihr mit euren Dachterrassen machen könnt, die ihr vielleicht sowieso nicht so oft nützt. Was ist mit dem Ferienhaus im Waldviertel, wo ihr nur einmal im Monat seid. Brauch ihr wirklich 7 Autos zuhause, oder reichen vielleicht 6 auch, muss es wirklich jedes Wochenende ein Flug in eine tolle Stadt sein, oder reicht der monatliche Trip, um Energie zu tanken – und vor allem: Mehr als 4 Wohnungen kann man beim besten Willen nicht regelmäßig besuchen, also appelliere ich an die Vernunft: Vermietet überschüssige Wohnungen weiter, und konzentriert euch auf zB eine Wohnung in Wien, eine in Graz, und eine im Burgenland – und wir alle werden ok über die Krise kommen!“

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