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Trotz 6 Dioptrien: Hat sich Eurofighter-Pilot Peter Sidlo den Flugschein erschummelt?

Wie durch Recherchen in der Causa Eurofighter bekannt wurde, war Peter Sidlo, Ex-Casinos Austria Finanzvorstand, in der Vergangenheit auch als Eurofighter-Pilot im Einsatz. Und das ohne nachweisliche Flugerfahrung, einer Sehschwäche von 6 Dioptrien (links und rechts), sowie Höhenangst. Ein Sprecher von Sidlo dementiert rechtswidriges Verhalten.

Eigentlich liegt das Hauptaugenmerk der Ermittler derzeit auf vermeintlichen Schmiergeldzahlungen im Zuge der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge für die Luftstreitkräfte im Jahr 2002 durch die damalige Regierung Schüssel I. Ein Nebenschauplatz dieser Recherchen könnte jetzt jedoch Peter Sidlo seinen zweiten Job innerhalb weniger Wochen kosten: Wie bekannt wurde, war Sidlo seit 2003 als Eurofighter-Pilot im Dienst, über 2.500 Flugstunden sammelte er auf Einsätzen in Europa, im Nahen Osten, Afghanistan und Unbekannt (Hangar-7).

Kopien seines Flugscheines wurden gefunden, Ausstellungsdatum: 2018, gültig für Segelflieger bis max 100m Flughöhe. Auch die medizinischen Testergebnisse seiner Stellungsuntersuchung aus dem Jahr 1992 sprechen gegen eine Flugtauglichkeit von Sidlo: Schon damals wies er eine massive Sehschwäche von 6 Dioptrien auf, hochgerechnet wird diese mittlerweile auf 12-13 Dioptrien angewachsen sein. Schwierig, so einen Eurofighter-Einsatz gefahrlos durchführen zu können.

Der Sprecher des Bundesheeres, Michael Bauer, gibt gegenüber der Presse zu, dass hier „der Eindruck von Nepotismus entstehen könnte. Ich bin auch nicht direkt in die Ermittlungen involviert. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass Herr Sidlo ein tadelloser und netter Mensch ist. Meiner Einschätzung nach sind diese Vorwürfe daher völlig aus der Luft gegriffen!“.

Peter Sidlo veröffentlichte heute eine knappe Aussendung, wo er betont, „seit meiner Kindheit, schon als kleiner Bub, davon geträumt habe, mit einem Düsenflieger herumzudüsen. Diesen Traum hab ich mir erfüllt. Ich finde es traurig und allerunterste Schublade, dass jetzt völlig absurde Zusammenhänge und Vorwürfe konstruiert werden. Ich bin ein Düsenjägerpilot, und werde immer ein Düsenjägerpilot bleiben!“

Trotz dieser glaubhaften Dementis werden die Ergebnisse dieses Nebenschauplatzes der Causa Eurofighter jedoch analysiert, um einige ungelöste Kriminalfälle der vergangenen 20 Jahre noch einmal aufzurollen, u.a. den Zusammenstoß eines Eurofighter mit einem Segelflugzeug (2005), der Parkschaden eines Eurofighter im Fliegerhorst Langenlebarn (2009), der Abschuss eines Wetterballons (2011) sowie die Attacke eines Unbekannten Flug Objektes auf den Wiener Donauturm (2017).

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